In Moskito-übertragene Infektionen, Parasitologie, Schnelltests

Am 25. April ist Welt-Malaria-Tag: Eine gute Gelegenheit für einen Blick auf die aktuelle Lage bei Prophylaxe, Diagnose und Therapie der gefährlichen Tropenkrankheit, die jedes Jahr rund 400.000 Todesopfer fordert.

Auch wenn die Anzahl der Neuerkrankungen und der Todesfälle in den letzten Jahren gesenkt werden konnte, ist Malaria immer noch eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten und vor allem in Afrika eines der größten Gesundheitsprobleme. Verursacht wird die Krankheit durch eine Infektion mit dem Parasit Plasmodium, der durch den Stich der weiblichen Anophelesmücke übertragen wird. Man unterscheidet mehrere Malaria-Formen, die von verschiedenen Plasmodium-Arten ausgelöst werden. Die gefährlichste ist die durch den Erreger Plasmodium falciparum hervorgerufene Malaria tropica, die tödlich enden kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

ParasitMalaria-FormRegionHäufigkeit
Plasmodium falciparumMalaria falciparumTropische Regionen49 %
Plasmodium vivaxMalaria tertianaGemäßigte Klimazone43 %
Plasmodium malariaeMalaria quartanaAfrika7 %
Plasmodium ovaleMalaria tertianaWestafrika1 %
Plasmodium knowlesiMalaria quotidianaSüdostasienn/a

Wie gefährlich ist Malaria?

Die Symptome einer Malaria sind wenig charakteristisch. Meist sind es grippeähnliche Symptome ohne Erkältungszeichen. Typisch sind Fieberschübe mit Schüttelfrost, Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen; es kommen aber auch Krankheitsverläufe ohne Fieber vor. Bei der Malaria tropica können nach wenigen Tagen lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Eine frühzeitige Therapie verhindert dies. Aus diesem Grund kann eine schnelle Diagnose lebensrettend sein.

Wie kann man sich schützen?

Auch wenn aktuell an der Universität Tübingen an einem viel versprechenden Impfstoff geforscht wird, gibt es bislang keine Impfung gegen Malaria. Der beste Schutz ist die Vermeidung von Moskitostichen, z.B. durch entsprechende Kleidung und Moskitonetze. Zudem können Medikamente zur Malariaprophylaxe (Chemoprophylaxe) eingenommen werden. Bei kurzen Aufenthalten oder bei Reisen in Gebiete mit geringerem Malaria-Risiko kommt die Mitnahme eines Malariamittels zur Selbstbehandlung (Standby-Therapie) in Betracht. Für solche Fälle empfiehlt sich zusätzlich die Mitnahme eines für die Reise geeigneten Malaria-Schnelltests, um eine frühzeitige Diagnosestellung zu ermöglichen und Verzögerungen verhindern. Die R-Biopharm AG befindet sich aktuell in der Studienphase mit dem Ziel, ein sogenanntes „Travelkit“ zuzulassen, das für Laien geeignet ist.

Wie wird Malaria diagnostiziert?

Die Standardmethode bei der Malaria-Diagnostik ist der Nachweis von Plasmodien in peripherem Blut mit Hilfe des nach Giemsa gefärbten „Dicken Tropfens“. Eine schnellere Alternative, für die kein Labor benötigt wird und die auch von ungeübten Personen durchgeführt werden kann, ist ein Schnelltest. Tests wie der RIDA®QUICK Malaria sind so entwickelt, dass sie einfach und schnell im Labor durchgeführt werden können, insbesondere wenn dort keine mikroskopische Expertise vorliegt. Ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere ist ausreichend. Der Test eignet sich zudem als Bestätigungstest bei unsicherer Parasitenmorphologie, als Screening-Methode bei Reihenuntersuchungen sowie für das Therapie-Monitoring. Die diagnostische Bestätigung einer Malaria basiert auf der mikroskopischen Untersuchung des Blutes.

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