In Moskito-übertragene Infektionen, Parasitologie

Malaria ist mit mehr als 200 Millionen Erkrankungen pro Jahr nach wie vor eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten. Um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern, ist eine schnelle Diagnosestellung entscheidend – doch das ist nicht einfach. Welche Schwierigkeiten es gibt und wie Sie eine Erkrankung trotzdem erkennen, haben wir zusammengefasst.

  • Die Symptome sind unspezifisch

Am Anfang einer Malariainfektion sind die Beschwerden sehr unspezifisch: Neben Fieber können Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Muskelschmerzen sowie ein allgemeines Unwohlsein auftreten. Außerhalb der Risikogebiete werden diese Symptome oft fälschlicherweise als grippaler Infekt gedeutet. Andererseits wird in Risikogebieten oft vorschnell von einer Malariainfektion ausgegangen, wodurch andere Erkrankungen evtl. übersehen werden.

  • Die Symptome können erst spät auftreten

Bei der Anamnese ist es wichtig, auch länger zurückliegende Auslandsreisen zu berücksichtigen, denn die Symptome können mehrere Wochen oder sogar erst Monate nach der Reise auftreten. Ebenfalls sollte beachtet werden, dass auch eine korrekt durchgeführte Malariaprophylaxe die Möglichkeit einer Infektion nicht sicher ausschließt.

  • Die Erkrankung durchläuft mehrere Phasen

Eine Malariainfektion zeichnet sich durch wiederkehrende Fieberschübe aus. Die Dauer der fieberfreien Intervalle unterscheidet sich je nach Art des Erregers, kann aber bei der Malaria tropica auch völlig unregelmäßig sein. Antikörper lassen sich erst Tage nach Auftreten der Parasitämie im Blut nachweisen, weshalb serologische Tests allein nicht ausreichen.

  • Die klinischen Daten sind nicht eindeutig

Eine Thrombozytopenie, ein erhöhter LDH-Wert oder eine Anämie sind charakteristische Kennzeichen einer Malariainfektion – doch obligat sind sie nicht. Ein Fehlen dieser Krankheitsbilder schließt eine Malariainfektion nicht aus.

  • Die klassische Labordiagnostik braucht erfahrenes Personal

Der Goldstandard für die Malariadiagnostik ist die mikroskopische Untersuchung des „Dicken Tropfens“ auf Plasmodien. Diese Methode ist jedoch arbeitsintensiv und kann nur von erfahrenem Laborpersonal durchgeführt werden. Den meisten Hausärzten fehlt diese Erfahrung. Eine sinnvolle Ergänzung ist daher ein Antigen- oder Antikörpernachweis, der einfach durchzuführen ist und schnelle Ergebnisse liefert. Der Nachweis ist sensitiv und unabhängig vom Status der Parasitämie. Die diagnostische Bestätigung einer Malaria basiert aber weiterhin auf der mikroskopischen Untersuchung des Blutes.

Malaria nachweisen

Für die Schnelldiagnose einer Malaria bereits bei ersten klinischen Verdachtssymptomen eignet sich der RIDA®QUICK Malaria (Art. Nr. N7006/N7007), ein immunologischer Schnelltest zum Nachweis von Plasmodium-Antigenen. Mit dem ELISA-Test RIDASCREEN® Malaria Ab-Screening (Art. Nr. K8341) können IgG- und IgM-Antikörper gegen Plasmodium spp. nachgewiesen werden.

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