In ELISA, Gastroenterologie

Jedes Jahr erkranken mehr als 60.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs, mehr als 25.000 sterben daran. Viele Fälle ließen sich durch Früherkennung vermeiden – trotzdem nutzt nur jeder Fünfte die Vorsorgeuntersuchung. Passend zum Darmkrebsmonat März nennen wir fünf Argumente für das Darmkrebs-Screening.

1.   Darmkrebs ist weit verbreitet

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und Frauen und auch eine der häufigsten Todesursachen. Mehr als sechs Prozent aller Deutschen erkranken im Laufe ihres Lebens daran. Das Risiko nimmt mit dem Alter zu: 90 % der Darmkrebsfälle treten nach dem 50. Lebensjahr auf.

2.   Früherkennung kann Darmkrebs verhindern

Kaum eine Früherkennungsmaßnahme ist so effektiv wie das Darmkrebs-Screening: Früh erkannt können fast alle Darmkrebsfälle verhindert oder geheilt werden. Darmkrebs entwickelt sich nämlich meist sehr langsam. Bei einer Vorsorgeuntersuchung können Vorstufen der Erkrankung, die sogenannten Polypen, erkannt und entfernt werden, bevor sie zu Krebs werden.

3.   Es geht auch ohne Darmspiegelung

Die sicherste Methode zur Erkennung von Polypen ist eine Darmspiegelung (Koloskopie). Doch es gibt auch Stuhltests, die das Vorhandensein von Polypen durch verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl nachweisen. Während die älteren chemischen Stuhltests (Guajak-Tests) nur eine geringe Sensitivität und Spezifität aufweisen, sind die neuen immunologischen Stuhltests (IFOBT) eine zuverlässige Alternative zur Darmspiegelung und entsprechend auch in der aktuellen Krebsfrüherkennungs-Richtlinie aufgeführt.

4.   Die Untersuchung ist unkompliziert

Durch die immunologischen Stuhltests ist die Darmkrebsvorsorge einfach geworden: Es wird lediglich eine Stuhlprobe benötigt, die bequem zu Hause entnommen und anschließend ins Labor geschickt wird. Das ist für den Patienten leicht durchzuführen, angenehmer als eine Darmspiegelung und erfordert keine vorherige Diät. Aber auch eine Darmspiegelung ist durch neue Mittel zur Darmreinigung sowie Narkosemöglichkeiten nicht mehr so unangenehm wie früher.

5.   Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen

Alle gesetzlich Versicherten ab 55 Jahren haben alle zehn Jahre Anspruch auf eine Koloskopie. Die immunologischen Stuhltests wurden im April 2017 ebenfalls in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen und können von Versicherten ab 50 Jahren in Anspruch genommen werden.

Fragen?

Sie möchten mehr über Darmkrebs und die Screening-Optionen erfahren? Informieren Sie sich über die immunologischen Stuhltests RIDASCREEN® Haemoglobin und RIDASCREEN® Haemo-/Haptoglobin Complex oder kontaktieren Sie unsere Gastroenterologie-Experten. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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