In Gastroenterologie, Therapeutisches Drug Monitoring

Mehr als fünf Millionen Menschen weltweit leiden an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED, engl. IBD) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Darauf macht der World IBD Day am 19. Mai aufmerksam. Eine wichtige Therapieoption sind sogenannte TNFα-Blocker. Wenn bei der Behandlung die Medikamentenspiegel überwacht werden, profitieren nicht nur die Patienten.

1. Bessere Wirksamkeit

Beim therapeutischen Medikamentenmonitoring (engl. TDM) wird die Wirkstoffkonzentration im Blut des Patienten regelmäßig gemessen und die Dosierung bei Bedarf angepasst. Das ist wichtig, da Medikamente aufgrund individueller Pharmakokinetik bei jedem Patienten anders verstoffwechselt werden, wodurch trotz identischer Dosis unterschiedliche Medikamentenspiegel vorliegen können. Jedes Medikament hat sein Wirkoptimum innerhalb eines bestimmten Konzentrationsbereichs, dem sogenannten therapeutischen Fenster. Durch die Messung der Medikamentenspiegel kann eine personalisierte Therapie erfolgen, die sicherstellt, dass das Medikament richtig dosiert ist und optimal wirken kann.

2. Weniger Nebenwirkungen

Bei zu niedrigem Medikamentenspiegel wirkt das Medikament nicht optimal, aber auch ein zu hoher Medikamentenspiegel ist problematisch, denn er belastet den Körper unnötig und kann Nebenwirkungen oder sogar toxische Wirkungen hervorrufen. Durch therapeutisches Medikamentenmonitoring können gefährliche Überdosierungen vermieden werden.

3. Langfristiger Therapieerfolg

Bei manchen Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen tritt nach einiger Zeit der Behandlung ein Wirkungsverlust auf, was einen Wechsel des Medikaments erforderlich machen kann. Der Grund für den Wirkungsverlust kann in einer zu niedrigen Dosierung und der Bildung von Antikörpern gegen das Medikament (Anti-Drug-Antikörper, ADA) liegen. Die Überwachung von Medikamenten- und ADA-Konzentrationen hilft dabei, die Therapie an die individuellen Bedürfnisse des Patienten anzupassen und einen langfristigen Therapieerfolg zu sichern.

4. Höhere Lebensqualität

Eine langfristig wirksame Therapie mit weniger Nebenwirkungen und die Vermeidung von erfolglosen Therapieversuchen mit wechselnden Medikamenten führt auch zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität der Patienten.

5. Kostenersparnis

Erhält ein Patient eine zu hohe Dosierung, werden mehr Medikamente verbraucht als eigentlich erforderlich sind. Studien konnten nachweisen, dass therapeutisches Medikamentenmonitoring einen positiven Effekt auf die Reduzierung der Behandlungskosten hat.

Starten Sie jetzt mit therapeutischem Medikamentenmonitoring

Die Überwachung von Medikamentenspiegeln muss weder aufwendig noch teuer sein. R-Biopharm bietet klinische Tests zum quantitativen Nachweis aller relevanten TNFα-Blocker, die bei der Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt werden. Neben ELISA-Tests sind auch Schnelltests erhältlich, die in nur 20 Minuten ein Ergebnis anzeigen.

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